Es ist mein See, ist das klar?

Hugo und ich „kollaborieren“ schon seit 2006. Während der Brutzeit hat er einen unwiderstehlichen Drang, „seinen“ See bis auf „Schnabelsschneide“ zu verteidigen. Wagt es ein Eindringling, sein Refugium zu betreten, zeigt er, wer hier Hausherr ist. Drohend oder auch kämpferisch stellt er sich entschlossen seinem Widerpart.

Ende Mai war es wieder soweit. Zur rechten Zeit, an der richtigen Stelle, hatte ich erneut die Gelegenheit, einer dramatischen Auseinandersetzung mit einem gerade gelandeten Schwanenpärchen beizuwohnen.
Binnen Sekunden war Hugo auf Höhe des Männchens. Etwa 30 Meter schwammen sie Auge um Auge nebeneinander.
Ich hätte allzu gerne gewusst, was in diesem Moment durch die Köpfe der Rivalen ging.

Dann begann eine Auseinandersetzung, wie ich sie noch nie zuvor gesehen hatte. Mit Schnabel, den Läufen und Flügeln wurde gerungen, getreten, gezwickt und geschlagen und hierbei dem Eindringling heftig zugesetzt.
Das Ganze dauerte 15 Sekunden, ehe der ungebetene Gast Reißaus nahm und gemeinsam mit seinem Weibchen die Arena verließ.
Wow, das war Adrenalin pur. Die ganzen 15 Sekunden wurden mit fortwährenden Dauerfeuer aufgezeichnet – 12 Bilder pro Sekunde. Was für eine Serie an dramatischen Bildern.

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